Die Geschichte des Handys begann schon 1926 in Deutschland. Auf der Strecke Hamburg – Berlin der deutschen Reichsbahn wurde ein Telefondienst entwickelt, der den Reisenden der ersten Klasse angeboten wurde. 1932 findet sich schon die erste Beschreibung eines Mobiltelefons in der Literatur. Sie findet sich im Kinderbuch Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee von Erich Kästner:
"Ein Herr, der vor ihnen auf dem Trottoir langfuhr, trat plötzlich aufs Pflaster, zog einen Telefonhörer aus der Manteltasche, sprach eine Nummer hinein und rief: "Gertrud, hör mal, ich komme heute eine Stunde später zum Mittagessen. Ich will vorher noch ins Laboratorium. Wiedersehen, Schatz!" Dann steckte er sein Taschentelefon wieder weg, trat aufs laufende Band, las in einem Buch und fuhr seiner Wege."
Die ersten Autotelefone in Deutschland kamen 1958 auf den Markt. Durch ihre Vakuum-Röhren waren sie jedoch recht groß und unhandlich. Zudem haben die Geräte etwa die Hälfte des Wagenpreises ausgemacht.

Die Entwicklung des Handys
1974 wurde in Ã-sterreich ein B-Netz aufgebaut, in dem Gespräche automatisch vermittelt wurden. Das Netz zählte nach 7 Jahren nur 1000 Teilnehmer, zudem musste der Standort des Empfängers bekannt sein, damit man ihn anrufen konnte. 1985 entstand in Deutschland und Ã-sterreich das kleinzellige analoge C-Netz. Dies ermöglichte es, dass die Geräte eine geringere Sendeleistung benötigten und somit handlicher werden konnten. Die ersten Kästchen mit Tragegriff und Telefonhörer waren geboren.
Ende 1980er-/Anfang 1990er-Jahre in Deutschland, Ã-sterreich und der Schweiz wurde flächendeckend das D-Netz eingeführt. So wurde die Größe der Geräte weiter verringert und es entstanden die ersten Mobiltelefone, wie wir sie heute kennen.
Heute sind Handys weit mehr als nur Telefone. Vielmehr sollte man sie als Multifunktionsgeräte bezeichnen, die Telefon, Musik/Videoplayer, Digitalkamera, Organizer und Spielekonsole in sich vereinen. Deswegen haben sich heute auch Begriffe, wie Smartphone oder PDA-Phone durchgesetzt.